Die Feuerwehr der Kolpingstadt Kerpen wurde am gestrigen Abend gegen 22:30 Uhr zu einem Brand einer Trafostation in die Paul-Klee-Straße / Am Entenpfuhl im Ortsteil Sindorf alarmiert.
Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle konnte ein ausgedehnter Brand einer Trafostation sowie eine starke Rauchentwicklung, auch in den umliegenden Straßenzügen, festgestellt werden.
Durch die Messeinheiten der Feuerwehr Kerpen sowie der Feuerwehr Bedburg wurden vorsorglich Messungen im Nahbereich der Einsatzstelle durchgeführt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt des Einsatzes. Eine Warnung der Bevölkerung durch Warnfahrzeuge der Feuerwehr mit mobilen Sirenen wurde dennoch vorbereitet, musste jedoch nicht durchgeführt werden.
Nach dem Eintreffen des Energieversorgers und der Freischaltung der Trafostation wurde diese geöffnet und eine massive Brandbekämpfung durch mehrere Trupps unter Atemschutz durchgeführt. Durch die massive Brandbekämpfung konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Der Energieversorger konnte die Stromversorgung für die meisten Haushalte zügig wiederherstellen. Aufgrund des Schadensausmaßes kann die Stromversorgung für einige Haushalte gegebenenfalls erst in den frühen Morgenstunden wiederhergestellt sein. Der Energieversorger arbeitet mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung.
Aufgrund der sommerlichen Temperaturen sowie der massiven Rauchentwicklung an der Einsatzstelle wurde Gesamtalarm für die Feuerwehr Kerpen ausgelöst. Für die Atemschutzlogistik an der Einsatzstelle wurde zudem der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Frechen nachgefordert. Durch die nachalarmierte Drohneneinheit der Feuerwehr Kerpen erfolgte eine Lageerkundung aus der Luft. Zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Kaltgetränken wurde zusätzlich die Verpflegungseinheit Horrem und für die Einsatzstellenlogistik die Logistikeinheit Buir alarmiert.
Für die Betreuung und Sichtung der Bewohner der nahegelegenen Wohnhäuser wurden insgesamt zwei Rettungswagen sowie die Führungsunterstützung Rettungsdienst des Rhein-Erft-Kreises mit dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie dem Leitenden Notarzt zur Einsatzstelle nachgefordert. Insgesamt wurden 16 Personen durch den Rettungsdienst und den Notarzt gesichtet, von denen eine Person mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert wurde. Weiterhin wurde eine im Umfeld der Einsatzstelle gestürzte Person durch einen weiteren Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.
Durch die Feuerwehr wurden die unmittelbar an die Einsatzstelle angrenzenden Wohnhäuser und Wohnungen abschließend nochmals auf einen möglichen Raucheintritt kontrolliert. Nach der Rücknahme der Maßnahmen durch die Feuerwehr wurde die Einsatzstelle an den Energieversorger übergeben.
Der Leiter der Feuerwehr Kerpen, Branddirektor Andre Haupts, sowie der Bürgermeister der Kolpingstadt Kerpen, Thomas Jurczyk, machten sich vor Ort persönlich ein Bild von der Lage und unterstützten die Einsatzmaßnahmen im Hintergrund.
Der Grundschutz für das Stadtgebiet wurde durch den Löschzug Kerpen sowie den Löschzug Hürth-Gleuel sichergestellt.
Unter der Leitung des B-Dienstes der Feuerwehr Kerpen waren insgesamt 70 Einsatzkräfte im Einsatz.

