Die Feuerwehr Kerpen wurde in der vergangenen Nacht gegen 3:35 Uhr zu einer unklaren Rauchentwicklung in einem leerstehenden Gebäude an der Erftstraße in Kerpen-Sindorf alarmiert. Zunächst rückte das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der hauptamtlichen Wache unter dem Einsatzstichwort „Feuer 1“ aus.
Bereits während der Anfahrt war in Höhe der L 122 eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Parallel gingen bei der Leitstelle des Rhein-Erft-Kreises weitere Notrufe ein. Daraufhin wurde das Einsatzstichwort durch den Abmarschführer des hauptamtlichen HLF auf „Gebäudebrand“ erhöht. Neben dem B-Dienst wurden die Löschzüge Sindorf, Horrem und Götzenkirchen alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich der Brand bereits erheblich ausgebreitet. Umgehend wurde eine umfangreiche Brandbekämpfung von außen mit mehreren C-Rohren sowie über die Drehleiter eingeleitet.
Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz zur Personensuche in das Gebäude vor. Aufgrund der massiven Brandausbreitung sowie der Einsturzgefahr der Zwischendecke ins Obergeschoss musste der Innenangriff jedoch abgebrochen werden. Ab dem ersten Obergeschoss stand das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand. Die Brandbekämpfung wurde anschließend von außen fortgeführt.
Im weiteren Einsatzverlauf wurden drei weitere Löschzüge sowie die Drohneneinheit der Feuerwehr Kerpen nachalarmiert. Die Drohne unterstützte die Einsatzleitung bei der Erkundung und Beurteilung der Brandentwicklung aus der Luft.
Zur Sicherstellung der Atemschutzlogistik wurde der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Frechen angefordert. Für die Versorgung der Einsatzkräfte kamen die Logistikeinheit des Löschzuges Buir sowie die Verpflegungseinheit aus Horrem zum Einsatz.
Zusätzlich wurde eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Bergheim nachalarmiert. Diese unterstützte die Einsatzkräfte beim Öffnen der Dachhaut und bei der Brandbekämpfung im Dachbereich. Zur Beurteilung der Standsicherheit des Gebäudes wurde außerdem ein Fachberater „Bau“ des Technischen Hilfswerks hinzugezogen.
Der Bürgermeister der Kolpingstadt Kerpen, Thomas Jurczyk, machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Der Leiter der Feuerwehr Kerpen, Branddirektor Andre Haupts, war ebenfalls an der Einsatzstelle und unterstützte die Maßnahmen im Hintergrund.
Unter der Leitung des B-Dienstes der Feuerwehr Kerpen waren insgesamt 84 Einsatzkräfte vor Ort. Eingesetzt waren die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Kerpen, die Löschzüge Sindorf, Horrem, Götzenkirchen, Kerpen, Manheim und Blatzheim, die Drohneneinheit der Feuerwehr Kerpen, die Logistikeinheit des Löschzuges Buir, die Verpflegungseinheit aus Horrem, die Feuerwehr Bergheim mit einer weiteren Drehleiter, die Feuerwehr Frechen mit dem Abrollbehälter Atemschutz sowie ein Fachberater des THW, Ortsverband Bergheim, sowie der Fachberater „Bau“ des THW aus Düren.
Den Grundschutz für das übrige Stadtgebiet stellte während des laufenden Einsatzes der Löschzug Brüggen sicher.
Unser Einsatz. Ihre Feuerwehr.



