Neue Atemschutztechnik für die Feuerwehr Kerpen

Die Feuerwehr der Kolpingstadt Kerpen muss ihre Atemschutztechnik in den nächsten Jahren umfassend modernisieren. Im Rahmen der Beschaffungsmaßnahmen wurden neue Atemschutzgeräte, neue Atemschutzmasken sowie neue Bewegungslosmelder eingeführt.

Die bisherige Atemschutztechnik hat über viele Jahre zuverlässig ihren Dienst verrichtet. Aufgrund des Alters der bisher eingesetzten Gerätetechnik sowie der Einstellung des Supports dieser Gerätegeneration durch den Hersteller wird nun eine umfassende Ersatzbeschaffung für die bisherige Gerätetechnik erforderlich. Der Austausch und die Ersatzbeschaffung der bisherigen Atemschutztechnik auf die neue Atemschutzgeneration wird schrittweise über mehrere Haushaltsjahre erfolgen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Beschaffung ist die Umstellung von den bisher verwendeten Stahlflaschen auf moderne Atemluftflaschen aus Kohlefaserverbundwerkstoff. Durch das geringere Gewicht werden die Atemschutzgeräteträger insbesondere bei längeren und körperlich anspruchsvollen Einsätzen spürbar entlastet. Gleichzeitig verbessert sich die Beweglichkeit der Einsatzkräfte, was insbesondere bei Menschenrettungen und der Brandbekämpfung innerhalb von Gebäuden von Bedeutung ist.

Die neuen Atemschutzgeräte verfügen über ein ergonomisch ausgelegtes Tragesystem mit einer verbesserten Gewichtsverteilung. Durch die körpernahe Positionierung der Ausrüstung wird die körperliche Belastung der Einsatzkräfte reduziert. Reflektierende Elemente an den Schulter- und Beckengurten verbessern zudem die Sichtbarkeit der Atemschutzgeräteträger unter schwierigen Einsatzbedingungen.

Die neuen Atemschutzmasken  verfügen über ein großes Sichtfeld und bieten einen hohen Tragekomfort. Gerade bei Einsätzen in verrauchten Bereichen leisten diese Eigenschaften einen wichtigen Beitrag zur sicheren Durchführung der erforderlichen Einsatzmaßnahmen.

Darüber hinaus wurden die bisher eingesetzten Bewegungslosmelder durch neue Geräte ersetzt. Die Geräte überwachen die Bewegungen der Atemschutzgeräteträger und lösen bei längerer Bewegungslosigkeit automatisch akustische und optische Warnsignale aus. Zusätzlich verfügen sie über eine Temperaturüberwachung. Diese warnt akustisch, wenn die Umgebungstemperatur im Einsatz stark ansteigt oder festgelegte Grenzwerte überschritten werden. Dadurch werden die Einsatzkräfte frühzeitig auf eine kritische thermische Belastung im Gefahrenbereich aufmerksam gemacht. Im Falle eines Atemschutznotfalls unterstützen die Geräte zudem die schnelle Lokalisierung verunfallter Einsatzkräfte und tragen damit zu einer zügigen Rettung durch den Sicherheitstrupp bei.

Die Konstruktion der neuen Atemschutzgeräte erleichtert außerdem die Reinigung und Aufbereitung nach Einsätzen. Die verwendeten Materialien nehmen weniger Verunreinigungen auf und unterstützen damit die Maßnahmen der Feuerwehr Kerpen im Bereich der Einsatzstellenhygiene sowie der anschließenden Reinigung und Prüfung der Geräte durch die Mitarbeitenden der Atemschutzwerkstatt. Dies leistet einen weiteren Beitrag zum langfristigen Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte.

Die Anforderungen an die Feuerwehren haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Moderne Baustoffe und Einrichtungsgegenstände können zu einer schnellen Brandausbreitung sowie zu einer hohen Belastung durch Rauch und Brandgase führen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die eingesetzten Atemschutztrupps bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung.

Die flächendeckende Einführung der neuen Atemschutztechnik wird in den jeweiligen Einheiten schrittweise erfolgen, so dass die neue Atemschutztechnik jeweils Fahrzeugweise umgestellt wird. Aus diesem Grund laufen bereits umfassende Einweisungen der Atemschutzgeräteträger*innen sowohl in den Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr als auch der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen. Das grundlegende Handling der neuen Atemschutztechnik hat sich zwar nicht geändert, jedoch werden Neuerungen in die Bedienung der neuen Geräte als auch die damit verbundenen Anpassungen der Abläufe im Einsatz vermittelt.

Mit der Modernisierung wird sichergestellt, dass den Atemschutztrupps auch künftig eine zeitgemäße und den aktuellen Anforderungen entsprechende Schutzausrüstung zur Verfügung steht. Die Beschaffung dient damit nicht nur der Erneuerung vorhandener Ausstattung. Sie stellt zugleich einen wichtigen Beitrag zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte sowie zur langfristigen Sicherstellung einer leistungsfähigen Gefahrenabwehr für die Bürgerinnen und Bürger der Kolpingstadt Kerpen dar.

Unser Einsatz. Ihre Feuerwehr.