Größerer Einsatz für die Feuerwehr Kerpen am gestrigen Tag

Am gestrigen Tag wurde die Feuerwehr Kerpen um kurz nach 10:00 Uhr aufgrund eines zunächst gemeldeten Gasgeruchs im Bereich der Zeißstraße alarmiert.

Vor Ort war eine deutliche Geruchsbelästigung wahrnehmbar. Es wurden elf Personen an der Einsatzstelle angetroffen, die über Atemwegsreizungen klagten. Die medizinische Sichtung erfolgte durch drei alarmierte Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug. Alle betroffenen Personen wiesen ausschließlich reizbedingte Beschwerden auf, waren nicht verletzt und benötigten daher keinen Krankenhaustransport.

Da die Ursache der Geruchsbelästigung zu Beginn des Einsatzes nicht lokalisiert werden konnte, erfolgten durch Einsatzkräfte Kontrollen der ansässigen Unternehmen im Bereich der Zeißstraße sowie der umliegenden Straßen. Im weiteren Verlauf wurde festgestellt, dass der Ausgangspunkt der Geruchsemission bei einem Entsorgungsbetriebs lag.

Der Umweltzug der Feuerwehr Kerpen, unterstützt durch den Fachberater Chemie, führte daraufhin umfassende Messungen sowie stoffliche Erkundungen durch. Ein konkreter Gefahrstoff konnte trotz intensiver Untersuchungen zunächst nicht identifiziert werden. Auf Grund der vorliegenden Erkundungsergebnisse und um eine weitere Gefährdung von Personen und Umwelt auszuschließen, wurde der Umweltzug der Feuerwehr Kerpen und im weiteren Verlauf die Analytische Taskforce der Berufsfeuerwehr Köln (ATF) in den Einsatz eingebunden.

Letztlich konnte durch einen gemeinsamen Messeinsatz des Umweltzuges der Kolpingstadt Kerpen und der ATF der Feuerwehr Köln der Stoff ermittelt werden. Es handelte sich letztlich um einen beispielsweise in Nasensprays vorkommenden, schleimlösenden Aromastoff. Auf Grund der nun vorliegenden Ergebnisse wurde die Bezirksregierung Köln als für den Betrieb zuständige Aufsichtsbehörde hinzugezogen. Alle weiteren Maßnahmen zur Entsorgung des Stoffes erfolgen nun in enger Abstimmung zwischen den zuständigen Stellen der Bezirksregierung und dem Betreiber der Anlage.

Unter der Einsatzleitung des B-Dienstes der Feuerwehr Kerpen waren die Einheiten Kerpen, Manheim, Buir, der Umweltzug bestehend aus den Einheiten Horrem, Götzenkirchen und Sindorf, gemeinsam mit der hauptamtlichen Wache sowie drei Rettungswagen und dem Notarzt der Feuerwehr Kerpen mit 45 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden die Maßnahmen durch die Analytische Taskforce der Feuerwehr Köln. Während des Einsatzes wurde der Grundschutz im Stadtgebiet durch den Sonderdienst der hauptamtlichen Wache mit einem weiteren Löschfahrzeug sichergestellt.

Unser Einsatz. Ihre Feuerwehr.