06.11.2018 – Besuch der Jugendfeuerwehr Kerpen in der Partnerstadt Oswiecim

06.11.2018 – Besuch der Jugendfeuerwehr Kerpen in der Partnerstadt Oswiecim

Zwei Mädchen und acht Jungen aus verschiedenen Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr der Kolpingstadt Kerpen sowie die Jugendleiter Darius Aghili und Torsten Schwarz besuchten unter Leitung des Partnerschaftsbeauftragten Friedrich Löhr für eine Woche die polnische Partnerstadt Oswiecim. Nach der Landung in Kattowitz wurde die Gruppe von der Leiterin der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Oswiecim und ihrem Stellvertreter empfangen und mit dem Bus nach Oswiecim gebracht. Rund um die Uhr wurden die Besucher aus Kerpen von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und der aktiven Feuerwehr von Oswiecim begleitet. Schon am nächsten Tag wurden die Museen in Auschwitz und Birkenau besichtigt. Anschließend erfolgte im Internationalen Jugendzentrum ein halbtägiger Workshop zur Nachbereitung  der Museumsbesuche.

Der Besuch des jüdischen Zentrums mit der Synagoge und die riesige Stadtbibliothek sowie das Museum im Schloss waren die kulturellen Höhepunkte. Bei der Berufsfeuerwehr des Kreises Oswiecim wurde die Delegation herzlich vom stellvertretenden Kommandanten empfangen. Nach der Erläuterung der Aufgaben und der Organisation durften alle Löschfahrzeuge von innen und außen besichtigt werden. Der Abend schloss mit einem Essen mit dem Stadtpräsidenten Janusz Chwierut und der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr sowie weiteren Mitgliedern des Löschzuges Oswiecim ab. Friedrich Löhr überbrachte Grüße vom Bürgermeister der Kolpingstadt Kerpen, Dieter Spürck sowie von Rat und Verwaltung der Kolpingstadt. Der Stadtpräsident freute sich über den wiederholten Besuch von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr aus Kerpen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Oswiecim und dankte den Verantwortlichen der Stadt Kerpen und seiner Verwaltung sowie der Leitung der Feuerwehr Kerpen für die Unterstützung der Begegnungen. Gleichzeitig übermittelte er über den Partnerschaftsbeauftragten auch seine herzlichen Grüße an den Bürgermeister und die Stadtverordneten in Kerpen.

Ein Ausflug nach Krakau führte zuerst zu einer großen und sehr modern eingerichteten Feuerwehrschule. Dort wurden 70 Feuerwehrleute aus der “Wywodschaft Kleinpolen” zwei Jahre lang zu Führungskräften ausgebildet. Alle Fahrzeuge, darunter einige Spezialfahrzeuge, wurden durch die polnischen Feuerwehrkameraden ausführlich vorgestellt. Anschließend durften die Mitglieder der Kerpener Jugendfeuerwehr die Fahrzeuge inspizieren und Fragen stellen. Obwohl die Dolmetscherin Magdalena Sobon als Deutschlehrerin in Oswiecim arbeitet, kam Sie durch das „Feuerwehrlatein“ an die Grenzen ihrer Übersetzungskünste.

Danach ging es hinauf zum Königsschloss Wawel. Von dort ging es hinunter in das Stadtzentrum zum Marktplatz mit der weltbekannten Tuchhalle und der Marienkirche mit dem vom Künstler Veit Stoß geschaffenen Flügelaltar. Ein ganztägiger Besuch des Freizeitparks „Engergylandia“ in der Nachbarstadt Zator sorgte für Entspannung der jungen Feuerwehrleute aus Kerpen und Oswiecim. Ein riesiges Angebot an Achterbahnen, Karussells, Wasserrutschen und Showbühnen lies die Herzen der Jugendlichen höher schlagen. Auf einer Bowlingbahn wurde an einem Morgen die Fitness der Feuerwehrleute aus beiden Städten geprüft.

Der letzte Tag wurde genutzt, um die Fähigkeiten der jungen Leute zu prüfen. Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr mussten Flaschen mit Schläuchen umgekegelt werden. Mit einem elektrisch betriebenen Spreizer mussten rohe Hühnereier gegriffen und umgesetzt werden – natürlich ohne zu zerbrechen. Am Abend hatten die Gastgeber zu einem tollen Essen in ihrem Feuerwehrhaus eingeladen. Neben dem Stadtpräsidenten waren auch sein Vertreter und der Leiter des Kulturamtes zum Essen erschienen. Ein ganz großer Dank wurde der Organisatorin Magdalena Szklarz ausgesprochen, die für das Programm verantwortlich war und die Jugendfeuerwehrleute sowie deren Betreuer die ganze Zeit begleitet hat.

Möglich gemacht wurde dieser Austausch durch die finanzielle Beteiligung der beiden Partnerstädte, einem Eigenanteil der teilnehmenden Jugendlichen sowie durch einen Zuschuss des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes.

(Text: Friedrich Löhr – Partnerschaftsbeauftragter der Kolpingstadt Kerpen)